Omnibus-Modelle

Seit 35 Jahren sammele ich Modelle von Omnibussen im H0-Maßstab (1:87). Etwas später habe ich damit begonnen, mir Busmodelle, die in den Fuhrparks noch fehlen, selbst zu bauen. Mittlerweile habe ich mit zwei Kleinserien-Herstellern zusammengearbeitet und lasse mir meine Modelle in Resin (ein Kunstharz) abgiessen.

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2 Kommentare

  1. Aus aktuellem Anlass möchte ich dieses hier posten:
    Für jedes Modell, welches in der Ukraine gefertigt wurde, werde ich 1 € an die Ukraine-Hilfe spenden.
    Wie schnell du dich doch plötzlich im weltpolitischen Zusammenhang wiederfindest, obwohl du dich doch im Ruhestand eigentlich nur noch mit deinen Hobbies beschäftigen wolltest, erlebe ich gerade sehr intensiv.
    Zur Erklärung: Viele Freunde von mir wissen es bereits: Ich sammle seit fast 40 Jahren Omnibus-Modelle im Modell-Eisenbahn-Maßstab H0 1:87. Mittlerweile gibt es sehr viele davon von Firmen wie Wiking, Herpa, Brekina und insbesondere Rietze, der sich zum Omnibus-Modell-Spezialisten No.1 in Deutschland entwickelte, zu kaufen.
    Viele Vorbilder wurden aber noch nicht umgesetzt. So bauten wir „Omnibus-Fans“ seit vielen Jahren, das was uns fehlt, nach und lassen es in Resin (ein Kunstharz, chemischer Name PU Polyurethan, das u.a. auch zur Fenster-Dichtung benutzt wird) abgießen und bauen uns unsere Wunschmodelle selbst zusammen.
    Vor 20 Jahren habe ich die Modellbusse über meinen Modellauto-Club-Freund Uwe Flick aus Bergneustadt (Firma FMB Unicorn) fertigen lassen. Er konnte aber leider aus beruflichen (Hauptberuf) und gesundheitlichen Gründen die letzten Jahre nichts mehr machen.
    In den letzten Jahren habe ich durch Vermittlung eines anderen Club-Freundes Heinrich Schwamborn (HSM-Modelle) eine kleine, aber sehr fähige Modellbauer-Werkstatt in Kiew/Ukraine kennengelernt. Dort bekam ich nach meinen Wünschen und Vorstellungen jedes Busmodell, welches ich haben wollte, als Bausatz oder fertiges Modell gefertigt. Experten, die schon mal in Osteuropa (insbesondere Russland) Modelle haben fertigen lassen, warnten mich damals davor: „Mach das besser nicht, die sind wie die Chinesen, kopieren alles und verkaufen es als ihr eigenes Werk!“
    Doch Vertrauen gegen Vertrauen hilft- solche Dinge passierten nicht. Unsere ausgesprochen integren und fairen ukrainischen Partner stellten uns seit vier Jahren schöne Busmodelle auf die Räder, die sehr beliebt waren und das bis jetzt.
    Ich weiß, dass sich unsere Modelbauer-Freunde und ihre Familien in Sicherheit befinden (Deren Namen möchte ich aus nachvollziehbaren Gründen hier öffentlich nicht nennen), aber die fürchterlichen Bilder aus der Ukraine insbesondere aus Kiew betreffen einen doch noch einmal ganz anders, wenn man Menschen/Gesichter dazu kennt. Ich wünsche allen Menschen dort, dass dieser fürchterliche Krieg bald zu Ende ist.
    Als positives Ende meines Posts zeige ich hier das Bild eines ganz seltenen Busses von den Berliner Verkehrsbetrieben, einen Scania-Gelenkzug. Als Herausgeber fungiert die Berlin-Bus-Connection, wir sind ein lockerer Zusammenschluss von Modellbus-Erbauern und Modellbus-Händlern, die dieses Fahrzeug unbedingt im Modell realisieren wollten. Das Urmodell wurde hierzulande am Original in Berlin vermessen und im 3 D-Druck erstellt, das H0-Modell letztes Jahr in Kiew in Resin abgegossen und wieder hier in Deutschland/Buxtehude in Handarbeit zusammengebaut. Es war eine vorbildliche Deutsch-Ukrainische Zusammenarbeit!

  2. Da auf Facebook jetzt gerade auch der Verkaufspreis des Scania-Modells 150 € genannt wurde, möchte ich aus aktuellem Anlass darauf hinweisen, dass fast die Hälfte dieses Verkaufspreises an unsere ukrainische Modellbau-Werkstatt ging, wo wir seit Jahren Arbeitsplätze unterstützen und sehr fair und auf Augenhöhe Bus-Modelle in Resin gebaut bekommen. Leider konnte die Werkstatt dieses Mal aus technischen Gründen den Gelenkbus nicht komplett zusammenbauen, sonst wäre der Anteil für sie noch höher gewesen. Meine Wenigkeit und auch die Freunde von der Berlin-Bus-Connection stecken die Gewinne aus dem Verkauf überwiegend in neue Projekte, die wir dort in Auftrag geben können und – natürlich ehrlich und offen der Eigennutz benannt – finanzieren uns damit unsere eigenen Exemplare für unsere Sammlungen. Jetzt wünschen wir unseren ukrainischen Freunden nur von ganzem Herzen, dass dieser fürchterliche Krieg bald zu Ende ist.

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